Fremde Heimat

Ein interaktives Theaterstück zum Thema Interkulturalität

Migration ist eine einschneidende biographische Erfahrung mit weitreichenden Konsequenzen für die persönliche Identität. Ihre Auswirkungen sind für Betroffene über mehrere Generationen hinweg spürbar.


Menschen mit Migrationshintergrund leben zwischen zwei Welten. Dabei der Herkunftskultur mit ihren Werten und Normen und ihrer Sprache “treu” zu bleiben und sich gleichzeitig an die hiesigen Verhältnisse anzupassen und in die Gesellschaft zu integrieren, ist ein anspruchsvoller Balanceakt. Ganz besonders dann, wenn die Herkunftskultur und die schweizerische sich in Bezug auf wesentliche Werte zu widersprechen scheinen und die Lebenssituation von MigrantInnen in der Schweiz alles andere als einfach ist. Dann sind innere oder äussere Konflikte kaum zu vermeiden. Einen konstruktiven Umgang damit zu finden, stellt unsere ganze Gesellschaft vor eine grosse Herausforderung.


Das Stück FREMDE HEIMAT beleuchtet verschiedene Fragestellungen rund um dieses wichtige Thema von unterschiedlichen Seiten und taucht im Spiel in ganz alltägliche Situationen ein, die aufgeladen sind vom Spannungsfeld der Interkulturalität. Das Ziel: Denjenigen Dialog darüber in Gang zu bringen, der nötig ist, damit das gleichberechtigte Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gelingen kann.

Die Methode – Auseinandersetzung als Ziel

Alle Szenen, auch die allererste, welche die Aufführung eröffnet, sind improvisiert. Dadurch ist jederzeit alles offen: Gespielte Szenen können verworfen, verändert, weitergesponnen werden. Dies geschieht im Dialog mit dem Publikum. Sie nehmen Einfluss auf das Spiel der Schauspieler, indem sie Handlungsverläufe entwerfen, Charaktere gemäss ihren Ideen definieren oder sogar selber eine Rolle übernehmen. So identifizieren sie sich intensiv mit den gezeigten Situationen und Figuren, hinterfragen deren Verhalten und ihre Handlungsmotive kritisch,
diskutieren mögliche Lösungsansätze und reflektieren eigene und fremde Haltungen und Positionen.

Vor- und Nachbereitung

Vor der Aufführung findet ein Vorbereitungsgespräch zwischen Vertretern der Veranstalter und dem Moderator / der Moderatorin der Veranstaltung statt, um die Aufführung zu planen, die Voraussetzungen des Publikums zu klären und die thematische Ausrichtung, Dauer und Form festzulegen. Eine Aufführung dauert üblicherweise 3 Std. Denkbar sind jedoch auch ganztägige Veranstaltungen zum Thema oder die Kombination mit weiteren Inputs zum Thema durch Fachpersonen.

Mögliche Inhalte

In der interaktiven Aufführung geht es unter anderem um
folgende Aspekte. Sie sind jedoch unvollständig und können durch eigene Vorschläge ersetzt oder ergänzt werden.

  • Auswirkungen von Migration auf die eigene Identität und das individuelle Zugehörigkeitsgefühl
  • Integration: Wer muss was leisten, damit sie gelingen kann? Was heisst “gelungene Integration”?
  • Die “Anderen” als Menschen zweiter Klasse
  • Sexualität, Liebe und Familie in verschiedenen Kulturen
  • Rigide kulturelle Wurzeln als Barriere vor der Verwirklichung eigener Ziele und Bedürfnisse
  • Wie weit dürfen und müssen Toleranz und Akzeptanz gehen?
  • Politischer und religiöser Extremismus
  • Opfer sein und/oder Opferhaltung pflegen

Rahmenbedingungen

Zielgruppe

7. - 10. Schuljahr, Mittelschulen, Berufsschulen der Deutschschweiz,
Firmen und Unternehmen, Hochschulen, soziale Institutionen,
Non-Profit-Organisationen

Kosten

Nach Vereinbarung

Durchführungsort

Flexible Spielstätte: Das Theater kommt zu Ihnen!

Benötigte Infrastruktur

  • (Erhöhte) Bühne oder Spielfläche
  • Halbkreisförmige Publikumsbestuhlung
  • Ein Tisch, 3-4 Stühle, Wassergläser, Wasserflasche, und falls vorhanden, ein Sofa auf der Bühne
  • Flipchart und Flipchartmarker

Dauer

Halbtag: 2.5 - 3 Std.

Ganztag: 5 - 6 Std.

Teilnehmerzahl

40 - 80 Personen

Informationen als PDF

Fremde Heimat

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Für Anfragen wenden Sie sich einfach an unsere Projektleiterin Deborah Hefti per E-Mail oder per Telefon. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.