Zwischen Lust und Laster

Ein interaktives Theaterstück zum Thema Suchtprävention

Psychoaktive Substanzen sind für Jugendliche faszinierend. Sie versprechen neue, intensivere Bewusstseinszustände und ermöglichen befreites, enthemmtes, selbstsicheres Verhalten. Durch ihren Genuss wird zudem ein Teil der bisher verbotenen Welt der Erwachsenen  zugänglich. Und gleichzeitig kann man sich mit ihrem Konsum auch von ebendieser Erwachsenenwelt abgrenzen.  Führt Stress mit Autoritäten, unter Kollegen, in der Liebe oder wegen Verpflichtungen aller Art zum Drogenkonsum, oder macht erst der Drogenkonsum, dass dieser Stress wächst oder überhaupt entsteht? Ist der Konsum von Genussmitteln oder Drogen ein Teil des ‘Abenteuers Leben’ und es gilt lediglich, den ‘richtigen Umgang’ damit zu finden? Ziel unseres interaktiven Stückes ist es, junge Menschen in eine aktive, offene Auseinandersetzung zu verwickeln. Die gezeigten Szenen orientieren sich an ihrer Lebensrealität und ermöglichen, Fragen, Ängste und unterschiedliche Haltungen rund um die Themen Sucht und Abhängigkeit anzusprechen und den persönlichen Umgang mit Sucht- und Genussmitteln zu reflektieren.

Die Methode – Auseinandersetzung als Ziel

Alle Szenen, auch die allererste, welche die Aufführung eröffnet, sind improvisiert. Dadurch ist jederzeit alles offen: Gespielte Szenen können verworfen, verändert, weitergesponnen werden. Dies geschieht im Dialog mit den Jugendlichen im Publikum. Sie nehmen Einfluss auf das Spiel der Schauspieler, indem sie Handlungsverläufe entwerfen, Charaktere gemäss ihren Ideen definieren oder sogar selber eine Rolle übernehmen. So identifizieren sie sich mit den gezeigten Situationen und Figuren, hinterfragen deren Verhalten und ihre Handlungsmotive kritisch, diskutieren mögliche Lösungsansätze und reflektieren eigene und fremde Haltungen und Positionen.

Vor- und Nachbereitung

Vor der Aufführung findet ein Vorbereitungsgespräch zwischen Vertretern der Schule und dem Moderator / der Moderatorin der Veranstaltung statt, um die Aufführung zu planen, die Voraussetzungen der SchülerInnen zu klären und die thematische Ausrichtung und Dauer festzulegen. Eine Aufführung dauert üblicherweise maximal 3 Std. Denkbar sind jedoch auch ganztägige Veranstaltungen zum Thema, evt. unter Einbezug von Direktbetroffenen oder Fachleuten aus Suchtprävention oder Jugendpolizei. 


Eine besondere Vorbereitung der SchülerInnen ist nicht notwendig.  Nach der Veranstaltung soll das Erlebte auf Klassenebene nochmals aufgegriffen werden. Das Theater act-back stellt dafür eine Mappe mit Ideen und Methoden zur Vertiefung, eine Liste geeigneter Lehrmittel und Hinweisen auf weitere Angebote und Fachstellen zur Verfügung.

Mögliche Inhalte

In der interaktiven Aufführung geht es unter anderem um folgende Aspekte. Sie sind jedoch unvollständig und können durch eigene Vorschläge ersetzt oder ergänzt werden. 

  • Genuss oder Abhängigkeit – wo ist da (für mich) die Grenze? 
  • Gruppendynamik und Gruppendruck 
  • Konflikte in Freundeskreis und Familie rund um Zigaretten, Alkohol oder Gras
  • Verändertes, z.B. aggressives oder risikobereites Verhalten im Rauschzustand 
  • Stress in Schule, Beruf, Beziehung, Freundes- und Kollegenkreis als Risikofaktoren für Selbstmedikation
  • Es “nicht mehr im Griff” haben
  • Durch Suchtproblematik belastete Familiensysteme (z.B. süchtige Eltern)
  • Aufgrund des Konsumverhaltens in Konflikt mit der Polizei geraten

Rahmenbedingungen

Zielgruppe

7. - 10. Schuljahr, Mittelschulen, Berufsschulen der Deutschschweiz

Kosten

Nach Vereinbarung

Durchführungsort

Flexible Spielstätte: Das Theater kommt zu Ihnen! (Singsaal, Aula …)

Benötigte Infrastruktur

  • (Erhöhte) Bühne oder Spielfläche
  • Halbkreisförmige Publikumsbestuhlung
  • Ein Tisch, 3-4 Stühle, Wassergläser, Wasserflasche, und falls vorhanden, ein Sofa auf der Bühne
  • Flipchart und Flipchartmarker

Dauer

Halbtag: 2.5 - max. 3 Std.

Ganztag: 5 - 6 Std.

Teilnehmerzahl

45 - 80 Personen

Informationen als PDF

Zwischen Lust und Laster

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Für Anfragen wenden Sie sich einfach an unsere Projektleiterin Deborah Hefti per E-Mail oder per Telefon. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.